Franziskanerkirche „St. Maria in der Au“ in Luzern (Schweiz)

Die beeindruckende Franziskanerkirche „St. Maria in der Au“ in Luzern: Erbaut wurde die Kirche ab 1270 im gotischen Stil, nur 50 Jahre nach dem Tod des Ordensgründers Franz von Assisi.

Das Gebäude der Kirche ist nie umfassend verändert worden, sieht man von Anbauten ab. Die Kirche gehört damit auch zu den ältesten Bauten der Stadt. Auf Wikipedia finden Sie weitere interessante Informationen zur Kirche.

Die Architekten der ab 1270 erbauten Kirche richteten sich nach dem Ordensgründer. Der Bau ist schlicht, auf dem Dach ein bescheidener Dachreiter anstelle eines dominanten Kirchturms: noch heute ein Signal für die Denk- und Lebensweise des Franziskaner-Ordens.
Das schlicht gehaltene Mittelschiff mit Blick auf die Kanzel, auf das Fresko im Chorbogen sowie auf den Chor mit Altar. Das  zwischen 1733 und 1737 entstandene Chorgitter versperrt den Blick auf das 46 Sitze zählende Chorgestühl (1647 – 1651) und den Hochaltar: Letzterer wurde ebenfalls 1733 bis 1737 im Barockstil erschaffen.
Die reich verzierte Kanzel (fertiggestellt 1628) getragen von einem knieenden Engel und abgeschlossen mit dem auferstandenen Jesu.
Beutefahnen in einer Kirche? Die Franziskaner galten als volksnah. Ratsversammlungen fanden regelmäßig in den Räumen der Barfüssermönche statt. So lässt sich erklären, dass seit der Schlacht bei Sempach (1386) die von der Stadt eroberten Beutefahnen an den Seitenwänden selbstbewusst zu Schau gestellt wurden. Ursprünglich waren es die Banner aus Stoff, bis man im 17. Jahrhundert die Fahnen durch gemalte Kopien ersetzte.
Blick auf die Orgel, erbaut vom süddeutschen Bildhauer Niklaus Geissler, der auch die Kanzel geschaffen hat.
Das vermutlich im Zeitraum 1430 bis 1450 entstandene Fresko im Chorbogen zeigt die Kreuzigung. Zwei Besonderheiten, die auf den Orden hinweisen: Ganz rechts am Bildrand (nur noch angeschnitten zu sehen) Franz von Assisi, wie im richtigen Leben so auch hier am Rand der Gesellschaft tätig. Und alle Figuren ohne Schuhwerk, in Anlehnung an den Barfüsserorden.
Die Marienkapelle wurde im Jahr 1626 östlich an die damals bestehende Antoniuskapelle angebaut. Sie ist im Stil der Spätrenaissance errichtet.
Reichlich verziert mit unzähligen Engeln das Deckengewölbe der Marienkapelle.
Die neue Antonius-Kapelle, gebaut 1656 bis 1658. Das Deckengewölbe wurde im frühbarrocken Stil errichtet mit strahlend weißen Stukkaturen vom gleichen Stukkateur, der auch für die Ausgestaltung der nahe gelegenen gelegene Jesuitenkirche in Luzern verantwortlich war.
Vor der Kirche ein Brunnen mit einer Statue des Ordensgründers, Franz von Assisi.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*